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Walter Lechner

Walter Lechner Racing Porsche Supercup

Walter Lechner: Teamorder ginge gegen unsere Philosophie

Mit dem achten Rennen des Jahres beendet der  Porsche Mobil 1 Supercup 2019 an diesem Wochenende auf dem berühmten Hochgeschwindigkeitskurs von Monza seine Europasaison. Das Meisterschaftsfinale findet dann traditionell mit zwei Rennen Ende Oktober in Mexiko statt und verspricht schon jetzt sehr viel Spannung. Schließlich ist es sehr selten, dass in irgendeiner Serie drei Rennen vor Schluss zwei Teamkollegen,  Michael Ammermüller und Julien Andlauer von BWT Lechner Racing, punktgleich an der Tabellenspitze liegen. Zeit für drei Fragen an Teamchef Walter Lechner...

Wie zufrieden sind sie mit der Saison bisher?

Walter Lechner:  In der Fahrerwertung liegen zwei unserer Piloten an der Spitze, in der Teamwertung führen wir mit BWT Lechner Racing, und auch unser zweites Team MOMO Megatron Lechner Racing hat zuletzt starke Leistungen abgeliefert, zum Beispiel mit dem Sieg von Dylan Pereira letzte Woche in Spa. Ich glaube, wir können mit dem, was wir bisher erreicht haben, wirklich sehr zufrieden sein, und ich hoffe natürlich, dass das bis Saisonende so weiter geht.

Zwei Fahrer in einem Team zu haben, die wieder einmal gegeneinander um den Titel kämpfen, da muss es doch Nerven aufreibend sein, von der Boxenmauer aus zuzuschauen. Wirklich noch nie überlegt, es sich selbst ein bisschen einfacher zu machen und eine Teamorder auszusprechen?

Lechner: Ganz klares Nein! Teamorder kommt für uns absolut nicht in Frage. Das würde allen Prinzipien widersprechen, die bei uns im Team von Anfang an gelten. Unsere Philosophie ist es, jedem Fahrer gleiches Material und gleiche Chancen zu geben. Die einzige Anordnung, die es gibt, heißt: Sich nicht gegenseitig ins Auto fahren und von der Strecke befördern, sondern unter allen Umständen das Rennen beenden und punkten. 

Funktioniert das wirklich immer?

Lechner: Wenn man hochprofessionelle und intelligente Fahrer im Team hat, wie das bei uns der Fall ist, dann normalerweise schon. Wir hatten dieses Jahr ja schon ein paar sehr enge Situationen, harte Zweikämpfe, aber bis jetzt ist nie etwas passiert. Natürlich kann es in der Hitze des Augenblicks mal Momente geben, über die nicht jeder absolut glücklich ist. Aber dann muss man halt intern darüber sprechen, das aussortieren – und einfach weiter machen.


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