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Walter Lechner

Thomas Preining sichert sich Porsche Carrera Cup Deutschland Titel mit Sieg in Hockenheim

Er musste eine Extra-Runde fahren, weil aus irgendeinem Grund die Zielflagge nicht rechtzeitig geschwenkt wurde, doch das hinderte Thomas Preining vom Team BWT Lechner Racing nicht dran, sein neuntes Saisonrennen im Porsche Carrera Cup Deutschland 2018 zu gewinnen und sich damit schon vor dem morgigen letzten Rennen in Hockenheim auch den diesjährigen Meistertitel zu sichern. „Ich bin mit der gleichen Einstellung wie immer hierher gekommen – mit dem Ziel, beide Rennen zu gewinnen. Und natürlich ist es fantastisch, dass mir jetzt schon der erste Sieg hier gleich den Titelgewinn gebracht hat“, strahlte der 20-jährige Österreicher bis über beide Ohren, nachdem er zuvor auf der Strecke schon mit einigen Donuts gefeiert hatte. „Nach dem ersten Wochenende in Oschersleben, das ja überhaupt nicht gut lief, habe ich schon nicht mehr daran geglaubt, aber dann wurde schlagartig alles viel besser und ich hatte noch ein tolles Jahr. Vielen Dank vor allem auch an das Team, das mich so extrem unterstützt hat.“

Preining  dominierte das Rennen aus der Pole Position, auch eine vier Runden lange Safety-Car-Phase ziemlich am Anfang, nachdem Richard Wagner sein Auto heftig in die Mauer gesetzt hatte, brachte ihn nicht in Schwierigkeiten. Hinter dem Porsche Junior belegte sein BWT Lechner Racing Teamkollege Michael Ammermüller, auch Zweiter in der Meisterschaft mit jetzt 32 Punkten Rückstand, den zweiten Platz. Von Position vier aus gestartet, setzte sich der Bayer zunächst gegen Jaap van Lagen durch, der Holländer drehte sich, nachdem er Ammermüller in einem harten Zweikampf um Rang drei berührt hatte, von der Strecke, danach schnappte sich der 32-Jährige auch noch Dylan Pereira. „Zweiter war das Optimale, was ich heute herausholen konnte. Gratulation an Thomas, aber ich hoffe, dass ich mich für das heutige Ergebnis  bald schadlos halten kann: Indem ich meinen Titel im Porsche Mobil 1 Supercup im dortigen Finale in Mexiko im Oktober verteidige.“

Lechner Racing Fahrer Pereira, von Platz zwei gestartet, hatte ein bisschen Pech: Während Ammermüller an ihm vorbei ging, versuchte auch Larry ten Voorde von hinten die Situation zu nutzen. Er kam zwar nicht vorbei, traf bei der Aktion den 21-jährigen aus Luxemburg aber so, dass er ihn in einen Dreher schickte, der Pereira zunächst auf Platz acht zurück warf. Eine starke kämpferische Leistung und eine Durchfahrtsstrafe für den Holländer wegen des Verursachens der Kollision brachten ihn am Ende aber wieder bis auf Platz fünf nach vorne. „Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen selbst in Schwierigkeiten gebracht, als ich bei einem etwas zu weiten Ausritt Dreck auf meine Reifen gebracht habe,“ gab er zu.  „Dadurch hat mich dann auch Michael erwischt. Aber das rechtfertigt noch nicht, dass jemand anderes mich mal wieder einfach umdreht. Wenigstens konnte ich mir trotzdem noch die Führung in der Rookie-Meisterschaft zurück holen. Morgen werde ich alles dafür tun, diesen Titel nach Hause zu bringen.“ Pereira geht mit einem Vorsprung von drei Punkten auf seinen Hauptgegner Igor Walilko in das Sonntagsrennen, startet dabei von Platz drei, der Pole nur von Position 13. Sein Teamkollege Jean-Baptiste Simmenauer, der sich wieder einmal für lange Zeit in den Top Ten etabliert hatte, wurde Opfer einer Kollision mit  Henric Skoog, während Gaststarter Al Faisal al Zubair auf Position elf ins Ziel kam.

„Gratulation an Thomas dazu, die Meisterschaft auf eine so eindrucksvolle Art zu gewinnen“, waren sich die Teamchefs Walter Lechner  sr. und jr. im Lob für ihren Jungstar einig. „Er hat eine fantastische Saison hingelegt, nach einem etwas harzigen Start nicht die Nerven verloren und bewiesen, dass er zu den ganz großen Talenten im internationalen Motorsport gehört. Aber auch wenn er gesagt hat, dass er heute schon ein bisschen feiern will: Wir als Team werden noch einmal ganz konzentriert auf das morgige Rennen bleiben, um die Saison mit einem tollen Ergebnis zu beenden – und es hoffentlich schaffen, dass auch Dylan Pereira noch seinen Titel in der Rookie-Meisterschaft gewinnt.“


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