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Walter Lechner

Podiumsplatz für JB Simmenauer und BWT Lechner Racing in Le Mans

Es war ein ganz besonderes Ereignis für den Porsche Carrera Cup: Ein Rennen, bei dem die französische und die deutsche Serie gemeinsam im Rahmenprogramm der klassischen 24 Stunden von Le Mans antraten, auf der berühmten, mehr als 13 Kilometer langen Strecke mit ihren langen Geraden. Neben einer Gesamtwertung gab es dabei auch getrennte Ergebnisse und Punkte für die beiden Meisterschaften. Für BWT Lechner Racing war es nicht das glücklichste aller Wochenenden, aber JB Simmenauer konnte seine Meisterschaftshoffnungen mit den Plätzen sechs in der Gesamtwertung und drei im französischen Porsche Carrera Cup weiter aufrecht erhalten.


Nach zwei Aufwärmrunden und einem fliegenden  Start aufgrund sehr nasser Streckenverhältnisse war der 19-jährige Simmenauer vom 15. Startplatz aus bereits in den Top Ten, als er von Marvin Klein getroffen wurde und nach einem Dreher auf Platz 16 zurückfiel, kurz bevor das erste von zwei Safety Cars herauskam. Er kämpfte sich aber zurück und belegte auf der Strecke den siebten  Platz in der Gesamtwertung und den vierten Platz im französischen Cup. Doch eine Fünf-Sekunden-Strafe für Klein wegen Verursachung einer Kollision brachte den jungen Franzosen mit 93 Tausendstelsekunden Vorsprung doch noch  auf den Podiumsplatz. „Ein bisschen Glück am Ende, nachdem ich ja am Anfang ziemliches Pech hatte“, war Simmenauer, der in der Meisterschaftswertung jetzt mit 55 Punkten auf Rang zwei hinter Le-Mans-Sieger Güven (62) liegt, nicht unglücklich. „Ich bleibe positiv, auch wenn heute noch ein bisschen mehr drin war.“

Jaxon Evans schien nach seinem guten Saisonstart in der vergangenen Woche in Magny Cours auf dem Weg zu einem weiteren Podium zu sein, als er von dem 17-jährigen Loek Hartog, einem Gaststarter aus dem Benelux-Porsche Carrera Cup, umgedreht wurde, der für seine Aktion eine 30-Sekunden-Strafe erhielt. Evans steckte im Kies fest und hatte keine Chance, aus eigener Kraft wieder herauszukommen. „Natürlich ist es sehr enttäuschend, aus dem Rennen geworfen zu werden, wenn man um die Meisterschaft kämpft, vor allem von jemandem, der Gaststarter ist. Natürlich fahren wir alle um die Gesamtwertung, aber trotzdem“, war der Porsche-Junior aus Neuseeland, der am Renntag 24 Jahre alt wurde, überhaupt nicht glücklich. „Das war überhaupt kein schönes Geburtstagsgeschenk. Ich denke, sowohl ich als auch das Team hätten viel mehr verdient, aber es gab wirklich nichts, was wir hätten anders machen können.“

Der Deutsche Richard Wagner genoss den Trip nach Le Mans: „Es ist eine unglaubliche Strecke, es ist faszinierend, hier zu fahren. Ich bin von Platz 19 gestartet, und es war wirklich verrückt im Nassen, so viel Gischt auf den Geraden, dass man nichts sehen konnte. Aber es lief wirklich gut, ich konnte ziemlich viel Boden gutmachen, am Ende kämpfte ich um Rang zehn, wurde aber leicht getroffen, so dass ich durch den Kies musste und etwas zurückfiel. Aber Platz 14 im Gesamtklassement und Platz sieben in der französischen Porsche Carrera Cup-Wertung ist nicht schlecht. So kann es weiter gehen!“

Nicolas Misslin hatte erneut ein eher unglückliches Wochenende: In beiden freien Trainings war er Schnellster in seiner Klasse gewesen, „auch wenn ich die Strecke nicht so gut kannte wie die meisten meiner Gegner, da ich 2017 nur einmal hier gefahren bin. Im Qualifying habe ich die Pole-Position, die leicht möglich war, verpasst, nachdem ich selbst einen Fehler gemacht habe, aber der Sieg in der Pro-Am-Kategorie schien aufgrund unseres Speeds durchaus möglich zu sein.“ Doch es wurde nicht besser für den Franzosen, im Gegenteil:  In der zweiten Aufwärmrunde musste er wegen eines Reifendruckproblems an die Box kommen und fiel bis ans Ende des Feldes von über 50 Autos zurück. „Aber von da an war es eine unglaubliche Aufholjagd. So konnte ich noch den vierten Platz in der Klasse und Platz 31 in der Gesamtwertung zu erreichen. Im Allgemeinen war es also aufgrund unserer Leistung immer noch ein positives Wochenende. Es war erst das dritte Rennen der Saison, es stehen noch sieben weitere an, ich strebe immer noch den Titel an.“

Teamchef Walter Lechner betonte, es sei „ein ziemlich unglückliches Wochenende für unser BWT Lechner Racing Team gewesen. Sowohl Jaxon als auch JB waren Opfer von ziemlich harten Angriffen einiger unserer Konkurrenten unter schwierigen Wetterbedingungen.  Aber JB zeigte eine sehr starke Leistung, kämpfte sich zurück und wurde mit einem dritten Platz belohnt. Wir werden in zwei Wochen bei Paul Ricard wieder angreifen.“


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