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Walter Lechner

Walter Lechner Racing Porsche Supercup

Erster Sieg im Porsche Supercup für Dylan Pereira – aber keine Punkte in Chaosrennen

Dylan Pereira vom Team MOMO Megatron Lechner Racing feierte in Hockenheim seinen ersten Sieg im Porsche Mobil 1 Supercup überhaupt, vor Larry ten Voorde und seinem Teamkollegen Tio Ellinas. Doch  durch ein chaotisches Rennen mit zwei Safety-Car-Phasen, das Wetter und einen speziellen Paragraphen im Regelbuch wurden am Ende nur sieben Runden gewertet, keine 50 Prozent der ursprünglichen Renndistanz von 16 Runden, weshalb es keine Punkte gab. „Die Regle sagt, dass dann, wenn während einer Safety-Car-Phase die rote Flagge herauskommt, die Runden hinter dem Safety-Car nicht zählen, sondern die letzte komplett gefahrene vor dieser Safety-Car-Phase das Endergebnis definiert“, erklärte Teamchef Walter Lechner.

Was zunächst nach einem komplett schwarzen Tag für den amtierenden Supercup Champion Michael Ammermüller von BWT Lechner Racing ausgesehen hatte, wurde dadurch zu einem nicht ganz so großen Drama. Er war in der vierten Runde völlig unschuldig aus dem Rennen befördert worden. Nach einem guten Start von Platz drei schien er in sicherer zweiter Position hinter  Pereira zu liegen, als hinter ihm Larry ten Voorde und Mikel Pedersen im Zweikampf komplett ihren Bremspunkt verpassten, der Däne krachte dann in ihn hinein. „Ich war erst einmal sehr niedergeschlagen, es sah ja so aus, als könnte ich heute vielleicht sogar wieder die Meisterschaftsführung übernehmen, und dann schien ich plötzlich so viele Punkte zu verlieren. Aber jetzt, wo keiner punktet, ist das natürlich schon Schadensbegrenzung. Ich muss aber sagen, dass ich mich schon vor dem Crash über Larrys Fahrweise ziemlich geärgert habe. Zweimal ist er mir hinten rein gerauscht, hat meinen Auspuff komplett verbogen. Das war deutlich zu viel des Guten.“

Als Folge des Unfalls musste das Safety-Car zum ersten Mal auf die Strecke, wodurch Pereiras schöner Vier-Sekunden-Vorsprung quasi auf Null reduziert wurde. Gleichzeitig mit dem Neustart in Runde acht setzte an einigen Stellen  Regen ein – als Führender traf der 21-jährige Luxemburger ihn zuerst, rutschte in der Spitzkehre gerade aus und fiel auf Platz sechs zurück. Doch noch mehr Chaos im Mittelfeld und immer stärkerer Regen brachten das Safety-Car sofort  zum zweiten Mal zum Einsatz, nach 12 Runden wurde das Rennen schließlich mit der roten Flagge gestoppt. „Natürlich freue ich mich riesig, dass ich jetzt durch die Umstände und die Regel doch der Sieger bin“, konnte Pereira sein Glück kaum fassen.  „Ich war so enttäuscht, als ich da raus gerutscht bin. Ich habe schon deutlich  früher gebremst, aber es war nicht genug. Ich weiß natürlich, das ich ein bisschen Glück hatte – aber ein Sieg ist ein Sieg.“

Was sich für Pereira und Ammermüller als Glücksfall erwies, war für dessen BWT Lechner Racing Teamkollegen Julien Andlauer eine schlechte Nachricht. Der hatte gehofft, seine Meisterschaftsführung mit einem zunächst dritten Platz ausbauen zu können. Das der dann auf dem Papier zum vierten wurde, war noch nicht das große Problem, „was mir wirklich wehtut, ist natürlich, dass es keine Punkte gibt. Aber ich muss damit leben - that´s racing.”

Al Faisal Al Zubair vom Team Lechner Racing Middle East wurde Achter, einen Platz vor Gaststarter Leon Köhler – beide zeigten unter den schwierigen Bedingungen eine sehr starke Leistung. Saul Hack wurde noch als 19. gewertet, gehörte aber zu den Fahrern, die nach dem Neustart durch Aquaplaning einen Unfall hatten.

„Es ist ein bisschen ein komisches Gefühl, so ein schwieriges und verrücktes Rennen hinter sich gebracht zu haben und dann am Ende überhaupt keine Punkte zu bekommen“, meinte Teamchef Walter Lechner. „Aber Regeln sind nun mal Regeln. Für Dylan und Michael war dieser Paragraph heute gut, für Julien schlecht. „Aber wir wissen ja, das so was im Rennsport passieren kann. Bis zu seinem Ausrutscher hat Dylan hier ein ganz starkes Wochenende hingelegt. Dass er und Tio so weit vorne waren, sollte auch unserem Momo Megatron Team Auftrieb geben. Sie haben gesehen, dass sie auch gegenüber den BWT Lechner Racing Autos konkurrenzfähig sind. Das sollte ihnen für dir zweite Saisonhälfte, die ja schon nächstes Wochenende in Budapest  beginnt, noch mehr Selbstvertrauen geben. Für uns ist es natürlich schön, jetzt bei Halbzeit sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung anzuführen, aber es wird auf jeden Fall eine  große Herausforderung, diese Führung auch bis zum Saisonende in Mexiko zu verteidigen.“


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