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Walter Lechner

Erneuter Dreifach-Erfolg für Lechner Racing – Andlauer siegt vor Ammermüller und Pereira

Erneut ein Dreifach-Erfolg für Lechner Racing – nur die Reihenfolge auf dem Podium war am Sonntag ein bisschen anders als beim ersten Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland 2019 auf dem Nürburgring. Der Sieger war zwar mit  Julian Andlauer vom Team BWT Lechner Racing der gleiche wie am Vortag, doch dahinter tauschten sein Teamkollege Michael Ammermüller und Dylan Pereira vom Team Lechner Racing die Plätze. Der erfahrene Bayer belegte diesmal den zweiten Rang vor dem 21-jährigen Luxemburger – bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gab es damit ein komplett pinkes Podium. 

Andlauer übernahm aus der Pole Position sofort die Führung, aber auch Ammermüller schaffte es überzeugend, seinen zweiten Rang zu verteidigen, obwohl es auf seiner Seite der Startaufstellung noch etwas feucht war. Der Re-Start nach zwei Runden hinter dem Safety-Car noch in der Anfangsphase des Rennens brachte keine Veränderungen, und eine Zeit lang sah es so aus, als seien die Positionen zementiert. Doch in den letzten fünf bis sechs Runden erhöhte Ammermüller den Druck auf den französischen Porsche Junior deutlich: „Ich habe versucht, ihn so hart zu pushen wie nur möglich, aber er hat keinen Fehler gemacht und dadurch tat sich auch keine Lücke auf, die mir eine realistische Chance gegeben hätte. Ich erinnere mich an letztes Jahr, da hat van Lagen geführt und Thomas Preining war extrem viel schneller, ist aber trotzdem nicht vorbei gekommen. Mein Problem war eigentlich das Qualifying, da bin ich auf meinen schnellsten Runden zweimal aufgehalten worden, sonst hätte ich wahrscheinlich auf den Pole gestanden und dann sieht alles anders aus. Aber wir haben noch zwei Rennwochenenden, es sind noch 100 Punkte zu vergeben, also mal sehen...“

Andlauer baute mit seinem vierten Saisonsieg seine Meisterschaftsführung gegenüber Ammermüller auf jetzt 23,5 Punkte aus, Larry ten Voorde liegt bereits 43,5 Punkte zurück. „Das war für mich ein sehr wichtiger Sieg, aber auch ein sehr hart erkämpfter. Michael hat mich sehr massiv unter Druck gesetzt, vielleicht waren auch seine Reifen gegen Ende ein bisschen besser. Ich hatte wirklich alle Hände voll zu tun, vorne zu bleiben und nicht den kleinsten Fehler zu machen. Andererseits konnte ich mich aber auch absolut darauf verlassen, dass er nichts Verrücktes versuchen würde – und das ist immer ein gutes Gefühl in so einem Zweikampf.“

Dylan Pereira, der schon am Start Larry ten Voorde  überholt und sich auf Position drei gesetzt hatte, behielt diesen Platz bis ins Ziel: „Kurz nach dem Re-Start war ich einmal ziemlich dicht an Michael dran, aber nach dem, was gestern passiert ist, hatte ich mir unbedingt vorgenommen, heute kein zu großes Risiko einzugehen. Und später war der Abstand dann sowieso zu groß, um noch einmal etwas zu versuchen. Sein Lechner Racing Teamkollege JB Simmenauer, der nach seinem eher enttäuschenden Qualifying von Platz 16 starten musste, kam in der zehnten Runde in einem der sehr engen Kämpfe im Mittelfeld kurz auf den noch feuchten Kunstrasen neben der Strecke. Die Folge war ein Dreher, der ihn zunächst auf Platz 25 zurück warf. Mit einigen starken Überholmanövern konnte er sich dann immerhin noch wieder auf Rang 18 zurück kämpfen. 

„Wir haben heute einen fantastischen Kampf um den Sieg gesehen, von unglaublich starken, disziplinierten und hoch professionellen Piloten“, war Teamchef Walter Lechner stolz auf seine Fahrer.  „Julien und Michael haben den Fans eine tolle Show geliefert und gleichzeitig bewiesen, wie man im absoluten Grenzbereich hart fighten kann, ohne den anderen in Gefahr zu bringen. So soll der Rennsport sein. Jb mache ich für seinen Dreher keinen Vorwurf, das kann im Getümmel passieren – und danach hat er sich stark zurück gekämpft. Er müsste halt bessere Qualifyings haben, um gleich in der Spitzengruppe dabei zu sein. Was die Meisterschaft angeht, sieht es für uns bei jetzt nur noch vier zu fahrenden Rennen sowohl in der Fahrer- als in der Teamwertung recht gut aus. Aber wir wissen ja alle, wie schnell sich so etwas ändern kann, deshalb ist es das Allerwichtigste, jetzt fokussiert zu bleiben und unsere bisherige gute Arbeit fortzusetzen.“


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