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Walter Lechner

Drei Podiums für BWT Lechner Racing beim Auftakt zum Porsche Carrera Cup Frankreich

Es sah zunächst nach einem Sieg zur  Premiere aus: JB Simmenauer schien  im Sonntagsrennen des Porsche Carrera Cup Frankreich in Magny Cours den ersten Triumph für BWT Lechner Racing eingefahren zu haben. Doch dann wurde nach langen Diskussionen eine Strafe gegen Florian Latorre wieder aufgehoben, so dass sich der Lechner-Pilot am Ende doch mit Rang zwei begnügen musste. Doch mit zwei Podestplätzen bereits im ersten Rennen der Saison am Samstag für Jaxon Evans und Simmenauer war es für die österreichische Mannschaft ein sehr gutes Auftaktwochenende  bei ihrer ersten Teilnahme in dieser Serie.

Der 19-jährige Simmenauer startete von Platz vier, schaffte es aber bald, Ayhancan Güven im Kampf um die dritte Position zu überholen, setzte Marvin Klein unter Druck und kam schließlich auch an seinem Landsmann vorbei. Der BWT Lechner Racing-Pilot konnte sogar Schritt für Schritt die Lücke zu Spitzenreiter Florian Latorre schließen - was ihm erst einmal provisorisch den Sieg ermöglichte, als Latorre kurz vor Ende des Rennens eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen Missachtung von Tracklimits erhielt: „Diesmal hatte ich einen guten Start, so dass ich meinen starken Renntempo sehr bald ausnutzen konnte. In den ersten drei Runden hatte ich noch etwas zu kämpfen, aber dann war das Auto perfekt, das Team hatte wirklich einen sehr guten Job gemacht. Ich wusste nicht, dass Florian die Strafe hatte, als ich die Ziellinie überquerte, deshalb war ich überrascht, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Natürlich ist es nicht schön, nachträglich einen Sieg wieder zu verlieren, aber ich vertraue den Offiziellen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.“ 


Am Samstag schafften es Evans, der am Sonntag nach vergeblichen Versuchen an Klein vorbei zu kommen Vierter wurde, und Simmenauer hinter dem  amtierenden Champion Güven auf die Plätze zwei und drei auf dem Podium. In den letzten Minuten des Rennens kam es zu einigen Dramen, als der Führende Florian Latorre wegen eines Frühstarts eine 15-Sekunden-Strafe erhielt, die ihn am Ende auf Platz fünf  zurückwarf und Marvin Klein unter massiven Reifenproblemen litt, so dass Evans und Simmenauer an ihm vorbeiziehen konnten. „Man muss da sein, wenn sich die Chance bietet“, sagte der Porsche-Junior aus Neuseeland. „Ich hatte kein besonders gutes Qualifying, insofern ist das, was ich am Ende noch aus dem Wochenende herausholen konnte, ganz ordentlich. Ich hoffe, dass die Strecken, die jetzt noch kommen, meinem Fahrstil besser entsprechen.“

Für Nicolas Misslin, einen der Favoriten auf den Pro-Am-Titel, war es mit Sicherheit nicht der erhoffte Start in die Saison. Am Sonntag sah es lange Zeit sehr gut aus, als er das Pro-Am-Feld anführte, doch dann wurde er in der letzten Runde von hinten getroffen, drehte sich und fiel so doch noch auf Platz zwei in seiner  Kategorie zurück. Im ersten Rennen am Samstag hatte er einige unerwartete Probleme gehabt, litt unter massivem Untersteuern und einer blockierenden Bremse, wurde so nur Fünfter. „Es war definitiv nicht mein Wochenende, aber es kommen noch mehr, und ich bin sicher, dass ich mit der Hilfe des Teams wieder nach vorne kommen kann.“

Der Deutsche Richard Wagner, der am Samstag eine Kollision und einen anschließenden Dreher wegstecken musste und schließlich nur auf Platz 16 ins Ziel kam, hatte am Sonntag ein wesentlich besseres Rennen und wurde Zehnter: „Ich bin einfach mein eigenes  Rennen gefahren, habe mich aus allem herausgehalten. Ich habe es geschafft, viele Kilometer zu absolvieren und ich merke, dass ich wieder in den Rhythmus komme. Ich bin dankbar, dass ich mit diesem tollen Team zusammenarbeiten und dadurch sicher in Zukunft noch mehr Fortschritte machen kann“, sagte der 20-Jährige, der in der allerletzten Runde noch einen Platz gutmachen konnte: „Jemand versuchte, mich von hinten anzugreifen, verpasste dabei  aber völlig seinen  Bremspunkt und traf leider meinen Teamkollegen Nicolas vor mir und drehte ihn um, so dass ich einfach durchschlüpfen  konnte!“  

Teamchef Walter Lechner war mit dem Ergebnis des ersten Wochenendes sehr zufrieden: „Mit drei Podestplätzen zu starten, das ist mehr, als wir gegen unsere erfahrene Konkurrenz hätten erwarten können. JB zeigte eine sehr starke Leistung und bewies damit, welche Qualitäten er als echter Racer hat. Es ist schade, dass Nicolas ein so unglückliches Wochenende hatte, aber er wird sicher bald wieder ganz oben stehen. Vielleicht schon am kommenden Wochenende in LeMans, dem Höhepunkt der französischen Porsche Carrera Cup-Saison.“


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