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Walter Lechner

Walter Lechner Racing Porsche Supercup

Die Mauern von Monaco - grausam für die BWT Lechner Racing-Piloten

Die Mauern von Monaco standen für die BWT Lechner Racing-Piloten beim Qualifying zum ersten Rennen des Porsche Mobil 1 Supercup 2021 etwas zu nah und zeigten einmal mehr, wie grausam diese klassische Strecke in den Straßen des Fürstentums selbst für die Besten sein kann.

Dylan Pereira war das erste Opfer, als er auf seiner ersten schnellen Runde in Kurve 3 in der Auffahrt zum Casino einen kleinen Fehler machte, der ihn teuer zu stehen kam: „Die Bremsen haben leicht blockiert  und das war's", musste er die harte Tatsache akzeptieren, dass der Straßenkurs im Fürstentum absolut unbarmherzig ist. Mit der Front und dem Heck die Leitplanke touchiert  war sein Qualifying wegen eines beschädigten Kühlers vorbei. Bitter enttäuscht, seine Chance auf einen Erfolg  bei diesem prestigeträchtigen Rennen verloren zu haben, nachdem er am Donnerstag im freien Training der Schnellste gewesen war, blieb er für den Rest der Session in der Boxengasse im Auto sitzen.  Wohl wissend, dass ein Startplatz in der letzten Reihe ihn im Rennen am Sonntag vor eine unlösbare Aufgabe stellen wird.

Nur wenig später hatte Porsche-Junior Ayhancan Güven in der berüchtigten Schwimmbad-Schikane seine unliebsame Begegnung  mit dem Schicksal und einer Leitplanke. Nachdem er etwas zu hart über die Randsteine gefahren war, wurde sein Auto hoch in die Luft geschleudert und er schlug am Ausgang der Schikane mit dem Heck an, wobei sein Heckflügel und auch die rechte Hinterradaufhängung beschädigt wurden. „Es war mein Fehler, darüber gibt es keine Diskussion.  Ich möchte mich beim Team dafür entschuldigen und mich auch ganz herzlich bei den Jungs für den tollen Job bedanken, den sie gemacht haben, um das Auto rechtzeitig für einen zweiten Versuch  wieder hin zu bekommen.“ Auch ohne entsprechende  Vorbereitung schaffte es Güven am Ende auf Platz fünf, nur weniger als fünf Zehntelsekunden hinter Pole-Setter Larry ten Voorde. „Das Auto war so gut, es war heute so viel möglich“, sagte der 22-Jährige aus der Türkei.  „Ich habe die Zeit sogar ganz am Ende gesetzt, als die Reifen schon ziemlich hinüber waren, weil ich vorher im Verkehr feststeckte. Das ist das einzig Positive, was wir aus dem heutigen Tag mitnehmen können:  Der Speed ist da, wir sind wirklich konkurrenzfähig.“

Der dritte BWT Lechner Racing-Fahrer, JB Simmenauer, landete auf Position 13. „Es war ein bisschen schwierig, ich habe mir den zweiten Reifensatz ein bisschen eckig gefahren, daher gab es keine große Verbesserung“, sagte der Monaco-Rookie, der am Ende der Session auch noch an die Leitplanke am Schwimmbad knallte und sich dabei massive Schäden an Front und Heck seines Autos einhandelte.

Tio Ellinas vom Team Lechner Racing Middle East erreichte Startplatz neun, nachdem er im letzten und entscheidenden Teil des Qualifyings durch Verkehr leicht behindert wurde. Nicolas Misslin wurde in der Pro-Am-Kategorie auf der Strecke Zweiter hinter Roar Lindland, nachdem er sich bei seinem letzten Outing nicht verbessern konnte, „da er mich nicht nur einmal absichtlich blockiert hat.“ Später erhielt Misslin jedoch eine Strafe von drei Startplätzen, weil er einen seiner schnellsten Sektoren unter gelber Flagge gefahren war und nicht genug verlangsamt hatte. „Trotz dieses Rückschlags strebe ich bei meinem Heimrennen weiter  einen Podiumsplatz an“, so der Franzose, der in Monte Carlo wohnt.

Lechner Racing Teamchef und CEO Robert Lechner musste die Enttäuschung verarbeiten,erklärte aber auch an, sich des Risikos, das in Monaco immer besteht, durchaus bewusst gewesen zu sein: „Hier ist es immer sehr eng. Nicht nur, was die Rundenzeiten angeht, sondern auch, es trotz der Risiken, die man eingehen muss, um vorne zu sein, hinzubekommen. Oder es eben nicht hinzubekommen und in einer Mauer zu landen. Ich habe gestern, als wir Erster, Dritter und Sechster waren, gesagt, dass ich das gerne schon als  Qualifying gehabt hätte und ich das Ergebnis sofort nehmen würde. Denn ich  wusste schon, dass es nicht mehr besser werden könnte. Doch ehrlich gesagt habe ich nicht erwartet, dass es so schlimm wird. Aber von Hero to Zero geht es hier eben sehr schnell, und heute wurden wir aufgrund einiger Fahrfehler ein Opfer dieser Tatsache. Das Team hat aber einen tollen Job gemacht, das Auto von Ayhancan rechtzeitig wieder fertig zu kriegen, so dass er zumindest etwas Schadensbegrenzung betreiben konnte.“

Teammanager Michael Schöch betonte, wie wichtig es sei, gerade in einer herausfordernden  Situation ein gutes Team zu haben: „An einem schwierigen Tag wie diesem ist es umso wichtiger, dass wir alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um wieder in die Spur zu kommen. Natürlich wird es jetzt für alle viel Arbeit geben, Nachtschichten und nichts von dem freien Samstag, den wir normalerweise hier in Monaco genießen. Aber wir werden es schaffen, es liegt in der DNA dieses Teams, dass wir gemeinsam zurückschlagen können.“


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