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Walter Lechner

Walter Lechner Racing Porsche Supercup

Crash! Bumm! Bang! - und starke Aufholjagd für BWT Lechner Racing-Pilot Dylan Pereira

Monaco kann hart sein - und das war es auch für BWT Lechner Racing an diesem Wochenende beim Start in die Porsche Mobil 1 Supercup Saison 2021. Auch wenn Dylan Pereira nach einer tollen Aufholjagd von Platz 27 in der Startaufstellung auf Position 11 für viele zum Fahrer des Tages wurde, war der Ausgang des eher chaotischen Rennens nicht das, was das Team nach all der Arbeit an diesem Wochenende verdient gehabt hätte.

Dabei sah es für Porsche-Junior Ayhancan Güven zu Beginn noch ganz gut aus, als er am Start eine Position von Platz fünf auf Platz vier gut machte, doch schon bald war in der zweiten Hälfte des Feldes die Hölle los: JB Simmenauer im zweiten BWT Lechner Racing-Auto wurde auf dem Weg zum Casino in eine Kollision mit dem Niederländer Lucas Groeneveld verwickelt, schlug heftig in die Leitplanke ein und wurde auf die Strecke zurückgeschleudert - ein böse aussehender Unfall, der eine Kettenreaktion auslöste, bei der etliche Autos nicht mehr ausweichen konnten. Glücklicherweise blieb der junge Franzose unverletzt, auch wenn sein Auto ein paar Mal getroffen wurde.

Eines der Opfer des Crashs war Lechner Racing Middle East Pro-AM Fahrer Nicolas Misslin: „Ich hatte den besten Start meines Lebens, überholte etwa neun Autos, und dann sah ich, dass vor mir etwas passierte, aber es gab nichts, was ich tun konnte, um nicht hineingezogen zu werden, denn es gibt hier halt überhaupt keinen Platz. So wurde mein Auto beschädigt und mein Rennen war auch sofort vorbei.“ 

Nach der unvermeidlichen roten Flagge und einer mehr als 20-minütigen Unterbrechung, um die Strecke zu räumen, wurde das Rennen hinter dem Safety-Car für 15 Runden neu gestartet, die durch ein weiteres Safety-Car und einige gelbe Flaggen unterbrochen wurden. Güven ging kein unnötiges Risiko ein, fuhr ein solides Rennen auf Platz fünf und schien wertvolle Punkte mit nach Hause nehmen zu können, bis er eine Runde vor Schluss mit einem technischen Problem stoppen musste, "das noch gründlich untersucht werden muss", wie Teamchef Michael Schöch erklärte. 

So war es am Ende Tio Ellinas vom Team Lechner Racing Middle East, der mit Platz acht das beste Lechner-Ergebnis des Tages einfuhr - und auch für eines der spektakulärsten Bilder des Rennens sorgte, als er versuchte, einen Hochsprungrekord über die Curbs am Schwimmbad aufzustellen. „Ich habe den Randstein zu hart genommen, aber zum Glück konnte ich meine Position halten und das Rennen beenden. Ich steckte von Anfang bis Ende im typischen Monaco-Zug fest, also blieb mir nur, das Auto nach Hause zu bringen und wenigstens ein paar wertvolle Punkte zu sammeln“, sagte der 29-Jährige aus Zypern. 

Dylan Pereira zeigte vom vorletzten Startplatz aus eine tolle Leistung, seine fantastische Aufholjagd brachte den BWT Lechner Racing-Piloten von Platz 27 in der ursprünglichen Startaufstellung auf Position elf im Ziel und damit immerhin fünf Punkte. „Das erste, was ich nach der Zieldurchfahrt gemacht habe, war, mich beim Team für das tolle Auto zu bedanken, das sie mir nach der vielen Arbeit durch meinen Crash im Qualifying am Freitag wieder zur Verfügung gestellt haben. Und ich habe mich noch einmal für den großen Fehler entschuldigt“,  sagte Pereira, der einen tollen Start hatte und dann einige beeindruckende Überholmanöver auf einer Strecke hinlegte, die dafür berüchtigt ist, normalerweise keine Überholmanöver zuzulassen. Immer wenn er frei fahren konnte, fuhr er die gleichen Rundenzeiten wie die Spitze, „deshalb will ich ehrlich gesagt gar nicht darüber nachdenken, was hier unter normalen Umständen möglich gewesen wäre.“

Lechner Racing Teamchef Robert Lechner gab zu, dass „es ein sehr hartes Wochenende für das Team war, auch wenn Dylan nach dem Missgeschick im Qualifying ein tolles Rennen gefahren ist und wieder gezeigt hat, dass er zu den Top-Leuten in dieser Serie gehört. Das Wichtigste heute ist, dass JB nach diesem schrecklichen Unfall absolut okay ist. Auch wenn das Auto ein Totalschaden ist, hat die Sicherheitszelle ihren Job gemacht, um den Fahrer zu schützen. Solche Tage passieren im Motorsport und sie zeigen einem, dass man für die guten Tage umso dankbarer sein muss. Zweimal in den letzten drei Rennen hier, 2017 und 2019, konnten das Team und mein Vater mit Michael Ammermüller Siege feiern, und auch 2018 war mit zwei Podiumsplätzen gut. Heute konnten wir diese Tradition nicht fortsetzen, aber ich möchte Larry ten Voorde und GP Elite zu diesem prestigeträchtigen Sieg gratulieren. Wir von Lechner Racing stehen zusammen und blicken bereits nach vorne auf unsere beiden Heimrennen in Österreich. Wir sind ein starkes Team und werden deshalb auch gestärkt  aus diesem Rennen hervorgehen.“


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