Hauptmenü:


Inhalt:

Walter Lechner

Andlauer baut mit drittem Saisonsieg Meisterschaftsführung aus – wieder pinkes Podium

Julian Andlauer vom Team BWT Lechner Racing feierte am Nürburgring seinen dritten Saisonsieg im Porsche Carrera Cup Deutschland und baute damit seine Meisterschaftsführung auf 18,5 Punkte vor seinem Teamkollegen Michael Ammermüller aus, der diesmal Dritter wurde. Dylan Pereira vom Team Lechner Racing als Zweiter machte in der Eifel erneut ein komplett pinkes Podium perfekt – wie schon vor einer Woche in Zandvoort.

Andlauer, der sich am Vormittag im Qualifying bereits seine erste Pole Position im deutschen Carrera Cup gesichert hatte, erwischte unter schwierigen Bedingungen einen perfekten Start. „Es hat ganz leicht geregnet, war auch ziemlich kühl, wir hatten nicht viel Grip, aber ich bin wirklich gut weggekommen.“ Die schwierigen Bedingungen sorgten auch für zwei Safety-Car-Phasen, weil einige Autos von der Strecke geflogen waren, doch das war nicht das größte Problem für den französischen Porsche Junior. „Ich habe ziemlich früh im Rennen die Frontlippe meines Autos verloren, wahrscheinlich bin ich in der Schikane etwas zu hart über die Randsteine gefahren. Dadurch bekam ich starkes Untersteuern und speziell auf einer ganz leicht feuchten Strecke ist das Auto dann natürlich sehr schwierig zu fahren. Aber irgendwie habe ich es geschafft, vorne zu bleiben und den Sieg nach Hause zu bringen.“

Michael Ammermüller, von Position zwei gestartet, behielt seinen zweiten Platz für mehr als die Hälfte des Rennens, doch dann setzte ihn Pereira stark unter Druck. Gut vier Runden vor Schluss presste sich der 21-jährige Luxemburger vorbei, als er später auch noch versuchte, Andlauer zu überholen und der sich wehrte, kam es zum Kontakt mit dem schon wieder knapp auf gleiche Höhe liegenden Ammermüller. „Ich fand, dass das unter Teamkollegen schon eine ziemlich harsche Aktion war. Ich hatte noch Glück, dass ich ganz ausgefallen bin. Meine Lenkung wurde beschädigt und muss gewechselt werden“, meinte der 33-Jährige. „Aber er ist direkt nach dem Rennen zu mir gekommen und hat sich entschuldigt, also lassen wir das jetzt am besten hinter uns.“  Pereira erklärte: „Das waren alles sehr enge Kämpfe, ich hatte halt das Gefühl, dass ich schneller war. Das war absolut keine Absicht, es tut mit wirklich leid, dass es passiert ist.“

Pereiras Lechner Racing Teamkollege JB Simmenauer musste nach ziemlich enttäuschendem Qualifying von Startplatz 15 aus ins Rennen gehen, machte dann aber mit einer sehr ansprechenden Leistung einiges wieder gut. Am Ende wurde er Achter und hielt sogar Larry ten Voorde, lange Zeit einer der Meisterschaftsfavoriten, hinter sich. Der Holländer war nach einer Kollision mit seinem Teamkollegen Igor Walilko weit zurückgefallen, hatte dann wieder einige Plätze gut gemacht, aber an JB fand er keinen Weg vorbei. „Wir hatten einige heftige Kämpfe im Mittelfeld, aber diesmal hatte ich meistens das bessere Ende für mich. Ich freue mich, dass ich nach dem schlechten Qualy jetzt doch wieder Leistung zeigen konnte, heute früh war ich absolut nicht zufrieden mit mir selbst“, betonte der junge Franzose.

“Auch wenn es schon ziemlich stressig war, unseren Fahrern bei so haarigen Zweikämpfen von der Boxenmauer aus zuzuschauen: Das Endergebnis ist für uns natürlich wieder toll“, freute sich Teamchef Walter Lechner, der seine drei Fahrer auf dem Siegerpodest kräftig mit Champagner abduschte. „Julien hat einen tollen Job gemacht, sich mit dem leicht beschädigten Auto an der Spitze zu halten. Über den Zwischenfall zwischen Dylan und Michael haben wir intern gesprochen. Unsere Politik war und ist ja immer: Keine Teamorder, aber auch keine Überholmanöver mit dem Risiko eines Ausfalls. Ich hoffe, dass das jetzt auch wirklich jeder verstanden hat und dass es nicht mehr vorkommt.“


instagram
Startseite . Impressum . english .