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Sechster Sieg für Preining, vier Lechner-Autos in den Top Sechs – aber keine Punkte

Er gewann zwar sein sechstes Rennen in dieser Saison – aber diesmal gab es dafür keine Punkte:  BWT Lechner Racing Pilot Thomas Preining durfte am Samstag im niederländischen Zandvoort auf die oberste Stufe des Siegerpodests klettern, vor dem zweitplatzierten Lokalmatador Jaap van Lagen und dem Dritten, Dylan Pereira vom Team. Doch ein heftiger Unfall im hinteren Teil des Feldes sorgte dafür, dass der neunte Lauf zum deutschen  Porsche Carrera Cup 2018 vorzeitig abgebrochen werden musste. Da keine 50 Prozent der zuvor geplanten Renndistanz zurück gelegt waren, wurden auch keine Punkte vergeben.

Der Unfall ereignete sich zu Beginn von Runde zehn beim Neustart nach einer kurzen Safety-Car-Phase, die Preining schon um seinen recht komfortablen Vorsprung von über drei Sekunden gebracht hatte. Aber der Österreicher kam wieder gut weg und die vorherige  Rangordnung im Vorderfeld schien sich auch zu bestätigen, als weiter hinten plötzlich das große Chaos ausbrach. Einer der Amateur-Piloten hatte offensichtlich das Signal zum Neustart nicht mitbekommen, war noch sehr langsam unterwegs und löste dadurch eine Kettenreaktion hinter sich aus, in die vier Fahrzeuge verwickelt waren. „Ich habe davon überhaupt nichts mitbekommen, erst, als wir unter  Roter Flagge wieder zu Start und Ziel zurück kamen, konnte man sehen, dass es da heftig gekracht hatte, aber zum Glück scheinen ja alle Beteiligten okay zu sein“, meinte Preining. „Natürlich wäre es schön gewesen, auch ein paar Punkte zu bekommen – aber so sind nun mal die Regeln. Für mich persönlich ist ein Sieg sowieso einfach ein Sieg, Punkt. Und morgen werde ich versuchen, mir den nächsten zu holen.“

Dylan Pereira hatte es am Start geschafft, direkt hinter Preining zu bleiben, wurde dann aber in der zweiten Runde von van Lagen überholt. Doch der 21-Jährige aus Luxemburg schaffte es dann, dem Druck des zweiten BWT Lechner Racing Piloten Michael Ammermüller zu widerstehen, der alles versuchte, sich am Ende aber doch mit Rang vier zufrieden geben musste und nicht besonders unglücklich darüber war, dass keine Punkte vergeben wurden: „Für mich ist das nicht so schlecht, wenn ich das mit Blick auf die Meisterschaft betrachte, denn sonst hätte ich da Boden auf Thomas verloren“, gab der Bayer ehrlich zu. „So sind wir immer noch beide bei 159 Punkten.“

Jean-Baptiste Simmenauer, der zweite Lechner Racing Pilot, erzielte mit Platz sechs erneut ein sehr gutes Ergebnis. Der junge Franzose fuhr wieder einmal ein souveränes und kontrolliertes Rennen und sicherte damit das tolle Mannschaftsresultat von vier Lechner Autos unter den Top Sechs. Und während alle im Fahrerlager, einschließlich der kompletten Lechner-Truppe, erleichtert waren, dass bei dem böse aussehenden Unfall niemand verletzt wurde, betonte Teamchef Walter Lechner jr. „Wir haben heute wieder einmal eine tolle Teamleistung abgeliefert – und wir möchten die morgen natürlich wiederholen, dann hoffentlich mit Punkten belohnt. Aber was man heute vor allem wieder einmal gesehen hat, ist der hohe Sicherheitsstandard im Porsche Carrera Cup Deutschland – und dafür können wir alle dankbar sein.“


Walter Lechner
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