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Grand mit Vieren – Lechner im Supercup

Mit vier Autos in zwei Teams gehen die Mannschaften von Teamchef Walter Lechner 2013 im Porsche Mobil 1 Supercup an den Start. Für die Meistermannschaft der letzten Jahre fahren sowohl die beiden Supercup-Rookies Clemens Schmid und Markus Pommer im Team Lechner Academy, als auch die Routiniers Michael Ammermüller, Stefan Rosina und Jeroen Bleekemolen. Sie chauffieren die Elfer für Lechner Racing.

„Obwohl wir die Meistertruppe der letzten Jahre und der Ära mit dem Porsche 997 sind, wird die Saison 2013 das Jahr des Neuaufbaus für unser Teams werden“, beginnt Walter Lechner damit, die Ziele des in den letzten acht Jahren erfolgreichsten Supercup-Teams für die neue Saison im Porsche Mobil 1 Supercup zu beschreiben. „Wir haben eine interessante Truppe, mit viel Potenzial unter verschiedensten Gesichtspunkten formieren können“, charakterisiert Walter Lechner seine Fahrer. „Michael Ammermüller habe ich in seinem zweiten Cupjahr als Podiumskandidat ganz fest auf der Rechnung. Clemens Schmid ist zwar Rookie im Supercup, aber Porsche-erfahren genug, um regelmäßig unter die TOP-10 fahren kann zu können. Markus Pommer halte ich für sehr talentiert und ausbaufähig.“ Von Jeroen Bleekemolen erwartet Lechner sen. wertvolle Punkte für die Teamwertung und die Rolle als Unterstützer und Helfer für den Lechner-Nachwuchs.

Car-Sharing – Bleekemolen und Rosina

Eher ungewöhnlich aber durchaus praktikabel ist die Besetzung des Lechner-Porsche mit der Startnummer 4. Als Car-Sharing-Projekt der motorsportlichen Art werden Routinier Stefan Rosina und der zweifache Supercup-Champion Jeroen Bleekemolen sich bei der Lenkradarbeit während der Saison abwechseln. „Aufgrund meines Langstreckenengagements kann ich nicht alle Läufe zur Meisterschaft fahren“, erzählt Bleekemolen am Rande der Supercup-Tests in Barcelona. „Für sechs Läufe werde ich aber bei der Lechner-Mannschaft an Bord sein“, beschreibt der mit 11 Rennsiegen im Supercup erfolgreiche Markenpokalspezialist seine persönlichen Saisonpläne. „Es ist schön, einen zweifachen Champion im Team zu haben“, verneigt sich Lechner vor Bleekemolen. „Er soll unserem Team Festigkeit geben und uns bei unserer Neuausrichtung des Teams maßgeblich unterstützen.“ Als motorsportliche Vertretung des Niederländers wird der Slowake Stefan Rosina beim Saisonauftakt der Meisterschaft in Barcelona für die Truppe aus Faistenau in der Nähe von Salzburg am Start stehen. „Ob Stefan auch bei Jeroens Terminüberschneidung auf dem Nürburgring dabei sein wird, haben wir allerdings noch nicht final entschieden“, so Walter Lechner.

Michael Ammermüller – das wichtige Jahr

Der Porsche 911 GT3 Cup mit der Nummer 4 läuft unter der Bewerbung der Stammmannschaft, Lechner Racing. An der Seite von Bleekemolen kommt auf der Startnummer 3 der ehemalige Formel-1-Testpilot Michael Ammermüller zu seinem zweiten Cupjahr. „Die Saison wird für ihn ganz besonders wichtig sein“, sagt der Teamchef, „denn es wird sich nun entscheiden, in welche Richtung seine Entwicklung geht und ob er sich in der Spitzengruppe der sehr harten Meisterschaft wird festsetzen können und somit zum Kreis der Sieg- und Titelkandidaten gehören wird.“

Dem Nachwuchs seine Chance – Schmid und Pommer

„Markus (Pommer) ist noch unverdorben“, verblüfft Walter Lechner mit einem kernigen Spruch über seinen 22-jährigen Nachwuchsmann die Zuhörer. „Er hat so gut wie kein keine Porsche-997-Erfahrung und deshalb kann er völlig unvorbelastet auf dem neuen Cup-Porsche agieren“, erklärt Lechner. „Zudem ist er mit dem Linksbremsen aus seinen Formelzeiten bestens vertraut.“ Der junge Mann aus Erlenbach wird unter den Farben der Lechner Racing Academy aus Bahrain - dem Fohlenstall der Lechner-Truppe - gemeinsam mit dem Österreicher Clemens Schmid an den Start gehen. Als hundertprozentiger Rookie darf er sich der Hilfe seines Unterstützers Jeroen Bleekemolen und des kompletten Teams sicher sein. „Von uns wird Markus für sein Entwicklung den Kredit bekommen, den er braucht“, so Lechner sen., der von den Leistungen des ehemaligen Formel-2-Piloten beim Test in Barcelona sehr angetan war. „Schmid tritt zwar als Supercup-Rookie in unserem Nachwuchsteam an, aber er ist alles andere als ein Porsche-Neuling“, erinnert Lechner noch mal daran, dass „Clemens bereits seit 18 Monaten mit uns zusammenarbeitet“ und als amtierender Champion der GT3 Cup Challenge Middle East in den Supercup kommt. „Alleine im Mittleren Osten hat er bereits 26 Rennen bestritten.“ Die Erwartungen des Teamchefs an den Mann vom Brenner sind hoch: „Er ist in der Lage, permanent in die TOP-10 zu fahren und die ein oder andere Überraschung traue ich ihm sowohl im Qualifying als auch im Rennen zu!“

Walter Lechner – klare Worte!

Typisch für den 63-jährigen Teamchef aus Österreich ist vor allem eins – seine klare und deutliche Sprache. „Um den Brei herumreden“ ist nicht die Art des Mannes, der nach eigenem Bekunden ohne Motorsport nicht sein kann. „Ich brauche den Sound der Motoren, der bereits vor vielen Jahren zu meinem Hobby geworden ist – und sollte man Hobbys aufgeben?“ wirft er fragend in den Raum. „Was glaubt ihr, warum ich beim Supercuptest in Barcelona jeden Tag sechs Stunden an der Strecke stand und meine Fahrer und die Konkurrenz beobachtet habe“, lacht er verschmitzt. „Hier sehe ich, wer was wann kann und wem man noch wie helfen muss. Nur Ergebnislisten lesen reicht mir nicht.“

Mit deutlichen Worten analysiert der Mann, der in den vergangenen acht Jahren vier Fahrer und vier Team Titel im Supercup holte, die Meisterschaft und seine Gegner. „Im Supercup muss man hellwach sein, denn es gibt dort kein einziges schlechtes Team. Meine Gegner sind alle sehr stark. Eine Abstufung ergibt sich nur dadurch, dass die Meisterschaft wahnsinnig hart ist, und deshalb jede noch so winzige Kleinigkeit passen muss.“ Und dabei sieht Lechner vor allem zwei Erfolgsgaranten: „Porsche hat mit dem Supercup eine Plattform geschaffen, die perfekt ist und bei der vor allem durch die strengen Kontrollen eine absolute Gleichheit der Fahrzeuge garantiert wird. Dadurch kommt dem Fahrer eine enorm große Bedeutung zu; sein Anteil am Erfolg liegt bei mindestens 70 Prozent; nur der Rest ist Team und Engineering.“ – bbe


Walter Lechner
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